Dirk Richter
Sporthomepage

Was früher mal in den Zeitungen stand.... Quellenangaben selbstverständlich

 

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18.08.1986 Ein Erdrutsch in der Schwimmgeschichte

Ein Pressebericht von Wulf Fischer „Junge Welt“ 20.08.1986

Hat die WM ihre größte Sensation erlebt? / DDR-Männer-Staffel schlug über 4X200 m Freistil die BRD und Weltrekordler USA

In den Unterlagen, die den in Madrid zahlreich vertretenen Medienkollegen aus allen Welt zur Verfügung gestellt werden, fand sich unter der Rubrik „4X200 m Freistil der Herren“ diese Bemerkung hinter dem Stichwort USA: ungeschlagen seit 1956 bei Olympia und der WM. Was insofern gar nicht stimmte, denn 1975 hatte die USA diese Staffel schon mal verloren, aber nicht, weil bei jener WM in Cali (Kolumbien) andere schneller schwammen, sondern weil die USA, mit dem dritten Schwimmer weit in Führung liegend, vermeintlicher weise einen Frühstart verursachte. 1986 aber nun sind die USA gerade in dieser auf Leistungsbreite schließen lassenden Staffel nur WM-Dritte geworden. War das schon eine Sensation reinsten Wassers, so mutet der Sieg der DDR geradezu unglaublich an.




Lars Hinneburg (SC Dynamo), Thomas Flemming (SCK), Dirk Richter SC Einheit und der baumlange Sven Lodziewski (SC Dynamo) lieferten an diesem Abend ein selten gewordenes Kabinettstück. Mit 7:15,91 min erzielten sie nicht nur WM-Rekord –  1982 gewannen die USA in 7:20,82 - , dieser DDR-Rekord ist auch die drittschnellste Leistung aller Zeiten. Er ist nur um den Hauch von 22 Hundertstelsekunden über dem Weltrekord der diesmal nahezu gedemütigten USA-Staffel. Angesiedelt. „Es war ein Erdrutsch in der Geschichte des Schwimmens“, meinte so auch völlig zu Recht der ziemlich verunsicherte USA-Trainer Richard Quick, den diese Niederlage in der Fülle anderer Schlappen besonders tief getroffen zu haben schien.

Unser bester Mann Sven Lodziewski – er schwamm phantastische 1:47,34 min als Schlußmann und war damit um 0,76 s besser als der schnellste Amerikaner Matt Biondi – sprach für alle: „Wir hatten uns vorher die Bestenliste angesehen. Daraus erkannten wir, dass es möglich sein müsste, um die Plätze zwei oder drei zu kämpfen. Aber insgeheim, hat wohl jeder vom Sieg geträumt.“
Wer diese denkwürdige Staffel analysiert, wird sehen, daß unsere Trainer eine kluge Aufstellung ersannen. Ein Kernpunkt war Thomas Flemming, die Entdeckung des Länderkampfes mit der UdSSR im März 1986. Er schwamm gegen Michael Groß, den schnellsten des 32köpfigen Feldes (1:46,73 min). Mit 1:48,47 min hielt Flemming über Erwarten stark dagegen. Er dämpfte die drohende Gefahr ein, daß wir zeitig ins Hintertreffen geraten könnten. „Freilich ist dieser Sieg ein Wahnsinn“, stöhnte er hinterher. „Aber, da die Lücke nach vorn nie allzu groß wurde, behielten wir uns dadurch die Hoffnung auf den ganz großen Wurf.“ Den dann Sven Lodziewski vollendete. Und zwar aus seiner Sicht so: „Der BRD-Schwimmer Thomas Fahrner war mir bekannt dafür, dass er die ersten 100 m etwas verhalten beginnt. Deshalb legte ich mich auch gleich voll ins Zeug, um die Lücke zu verringern. Auf diese Weise erhielt ich mir die Spurtchance und die zu einem Sieg, der uns allen wie ein Fünfer im Lotto vorkommt. “Für Flemming, Hinneburg, Lodziewski war es der erste WM-Sieg überhaupt, für Dirk Richter indes bereits der zweite; denn der Dresdner kam ja nach Madrid als Titelverteidiger über 100 m Rücken. Er rückte kurzfristig in das Kleeblatt des Erfolges, weil Uwe Daßler erkrankte. „Dieser Erfolg“, so der Schützling von Trainer Uwe Neumann aus der Elbmetropole, „wird für den gesamten Männerschwimmsport der DDR ein Beispiel setzen. Einen noch unmöglicher erscheinenden Sieg hätte sich da doch niemand denken können.

 

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Morgenpost 01.06.1992 vor den Olympischen Spielen in Barcelona

Dirk Richter: „West-Trainer lehne ich ab“                

München - Der Sachse des Schwimmjahres 1992 steht schon jetzt fest: Dresdens Dirk Richter (27) ist der einzi­ge Starter unseres Freistaates bei Olympia.  Dirk startet in Barcelona über beide Rückenstrecken (100/200 m) und wohl auch in der 4x 100 m Kraul-Staffel.

 Also eitel Son­nenschein, Dirk?  "Nein! Wenn nämlich kein Ost-Trainer zum Verbands-Höhenlager ab 16. Juni  Flagstaff mit darf, fahre ich nicht mit. Unter einem West Coach trainiere ich nicht." Richters Heimtrainer Uwe Neumann war beim letzten Verbands-Höhentraining nur Ersatzmann.
Ein Bericht von Uli Prüger bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona Verbale Attacke gegen den Verband Männertrainer Thiesmann: Ostdeutsche leiden unter Verfolgungswahn

Die deutsche Olympia-Mannschaft muss ihre erste Zerreißprobe bestehen, nachdem Dagmar Hase am Dienstagabe­nd die Offiziellen des Deutschen Schwimm-Verbandes scharf kritisierte. Kurz nach dem die Magdeburgerin die Goldmedaille über 400 Meter Freistil gewo­nnen hatte, forderte sie auf einer Pres­sekonferenz personelle Veränderungen an der Verbandsspitze.  "Da müssen Köpfe rollen', sagte die 22jährige wörtlich.

Hintergrund der verbalen Attacke, die erstmals seit Beginn der Spiele die form­elle Einheit des deutschen Teams in Frage stellt, ist die olympische Ausbootu­ng von Astrid Strauß, die wegen Doping Verdachts nicht für Barcelona nomi­niert wurde.  Bei den Deutschen Meister­schaften dieses Jahres in München hatte es zudem einen Riesenskandal gegeben, als Trainer und Sportler aus den alten Bundesländern den Start von Astrid Strauß mit Transparenten und Pfeifkonze­rten begleitet hatten.  Strauß und Hase sind eng befreundet und trainieren ge­meinsam beim SC Magdeburg.  Die Stim­mung im Lager der deutschen Schwimmer war gestern auf dem Nullpunkt.  Kaum ein Aktiver ließ sich am Vormittag auf der Tribüne des Schwimm-Stadions sehen, um den Fragen der Journalisten ausweichen zu können.

Männer-Trainer Manfred Thiesmann hatte überhaupt kein Verständnis für Dagmar Hases Auftritt: "Sie hat ihren Medaillengewinn schamlos ausgenutzt, um Stimmung zu machen.  Für mich ist die ganze Sache vom Magdeburger Club inszeniert, der sich seine wegschwim­menden Felle sichern will', meinte der Coach.  Er verteidigte die DSV-Spitze, die im Fall Strauß überhaupt keine andere Wahl gehabt habe.  Nach den vorliegen­den Tatsachen und den Statuten des Ver­bandes musste man Astrid Strauß einfach sperren.  Sie und nicht der Verband steht am Pranger.  "Das Szenario von München hat möglicherweise die Emotionen ge­schürt', meinte Thiesmann, und im übri­gen könne er nichts dafür, dass viele Ost­deutsche unter einer Art Verfolgungs­wahn leiden.  "Dagmar hat sich jedenfalls keine Freunde gemacht.  Die ganze Mannschaft ist sauer.'

In diesem Punkt hat der Bundestrainer nur teilweise recht.  Denn bei aller Einig­keit darüber, dass der Auftritt von Dag­mar Hase zu einem ungünstigen Zeit­punkt erfolgte, gibt es am Inhalt der Kritik am DSV auch viel Zustimmung. „Wir hatten abgemacht, dass während der Spiele keine Unruhe verbreitet wird.  An­sonsten ist meine Meinung zum Fall Strauß und zum DSV bekannt“, hielt sich Dirk Richter vom Dresdner SC sichtlich ­bedeckt.  "Dagmar steht mit ihrer Mei­nung nicht alleine da', bezog Nils Ru­dolph deutlich Position.  Besonders die Aktiven aus den neuen Bundesländern vermissen vielfach die Professionalität, mit der in der Verbandsspitze gearbeitet wird. Die kommenden Tage in Barcelona werden zeigen müssen, ob die deutsche Mannschaft solchen Belastungen bereits gewachsen ist.  Auf jeden Fall aber ist jetzt auch die Entscheidung von Sprinte­rin Katrin Krabbe zu verstehen, die ihren Startverzicht bei Olympia unter anderem damit begründet hatte, dass sie keine zu­sätzliche Unruhe in die Mannschaft brin­gen.

 

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Morgenpost Mittwoch, 9. Juni 1993 Ein Bericht von Dieter Pichota 
Bundestrainer macht Dirk Richter madig
 


Dresden -"Erinnere mich nicht daran!" Unser Schwimm-Dop­pelweltmeister Dirk Richter (28) schüttelt beim Lesen der Potsda­mer Meisterschafts-Ergebnisse traurig den Kopf. Mark Pinger (Heidelberg) qualifizierte sich nämlich mit einer Siegerzeit von 23,09 Sekunden über 50 Meter Freistil für die EM in Sheffield (30. Juli bis 8. August). Bitter: Genauso schnell war Dirk kurz zuvor bei den west amerikanischen Titelkämpfen in Alli­son Viejo (Kalifornien) gewesen, die er während eines privaten Trainingslagers mitschwamm. Doch dann bauten ihn Durchfall und hohes Fieber um, konnte er deshalb in Potsdam nicht schwimmen, sich auch nicht für Sheffield qualifizieren.

Was Bundestrainer Manfred Manni Thiesmann (Warendorf) nicht hinderte, Dirk in Potsdam vor versammelter Presseschar zu ver­unglimpfen: "Na, wenn der Herr Richter keine Lust mehr zum Schwimmen hat ... „Er muss ja nicht“ Jetzt zieht sich eine Zornfalte über Dirks Stirn: "Der Thiesmann hätte sich erst mal über mich und meinen Absagegrund in informieren sollen, bevor er heiße Luft ablässt. Der spinnt wohl!“ Richter ist sich mit den deutschen Schwimm-Stars einig. Potsdams Jörg Hoffmann hatte es vor Jahresfrist so ausgedruckt: "Der Manni hat vom Schwimmen so viel Ahnung wie ein Schweinchen vom Uhrwerk." Dirk: "Uwe Neumann dagegen hat die Qualität zum Bundestrai­ner." Neumann, viele Jahre Dirks Trainer in Dresden, trainiert jetzt in Bonn unter anderem Simone Osygus, die in Potsdam dreimal Silber gewann.  Herr Neumann, wäre der Bundestrainer-Posten was für Sie?  "Um Gottes willen, ich bin froh, dass ich mit diesem Verband kaum noch was zu tun habe."

Dirk bringt das Chaos im DSV auf einen Nenner: "Amateurhaft.  Sinnlos, sich darüber aufzure­gen." Richter regt sich doch auf ­zum Beispiel über den gerade ab­gewählten Schwimmwart Har­togh (Hamburg).  Zum großen Krach mit dem war's bei der 91er EM in Athen gekommen.  Hartogh hatte ein Hotel mitten im schlimmsten Verkehrslärm ge­bucht, konnte kein Sportler gerechtes Essen organisieren, wollte jeden ab 22 Uhr zur Nachtruhe verdonnern - in trauter Gemein­samkeit mit Thiesmann.  Da begehrte Dirk lautstark auf: "Ich hatte schon Schiß, dass die mich nach Hause schicken." Taten die nicht, stichelten aber immer wie­der hinter Rich­ters Rücken ge­gen den Dresd­ner.

Dirk: "Klipp und klar - ich schwimme wei­ter. Mit 28 bin ich doch für die 50 Meter Kraul noch nicht zu alt." Der Azubi bei der Dresdner Bank im Termin - Stress: "Seit kur­zem bin ich auch Geschäftsführer der Sportgemeinschaft Dresdner Bank." Dann gibt's auch noch die Wasserball-Kumpels vom DSC (Regionalliga Ost).  Und seit eini­gen Tagen hat Töchterchen Liz die Windpocken.

Was Schönes zu lesen gab's aber auch: Freund Bengt Zi­karsky (Würzburg) darf zur EM nach Sheffield - als Staffel­schwimmer.  Mit ihm und dessen Zwilling Björn war Dirk zum Training in Kalifornien gewesen.  Richter traurig: "Erinnere mich nicht daran..."     

 

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Bericht von den Europameisterschaften in Athen 1991 (dpa/SZ)

Dirk Richter klagt den DSV an. Acht Tage bei Wasser und trockenem Kuchen

Athen (dpa/SZ)  Der Dresdner Rüc­kenschwimmer Dirk Richter liest der Führung des Deutschen Schwimm-Ver­bandes (DSV) die Leviten.  Die Ursachen für die bislang geringer als erwartet ge­bliebene Medaillenausbeute sieht der Silber Medaillengewinner über 200 m Rüc­ken nicht zuletzt im Organisationschaos des DSV. „ Das gab's im alten DDR-Ver­band nicht.  Organisatorisch ist früher ei­niges besser gelaufen.“

Die Team-Leitung schlägt zurück.  Sie will ihren Aktiven auf Krisengipfeln' Beine machen.  "Vorgestern Mannschafts­sitzung, gestern Mannschaftssitzung“, stöhnte der Dresdner.  „Da erklärt man uns: Ihr habt gefälligst schneller zu schwimmen, sonst ist die Sportförderung im Eimer.“ Der frühere Welt- und Euro­pameister kann es nicht fassen.  "Ich habe Frau und Kind. Von 800 D-Mark Förderung im Monat kann ich doch nicht leben.  Ich schwimme hier nicht für Geld.“

Der Schützling von Trainer Uwe Neu­mann meint, dass in der Vorbereitung auf die Europameisterschaften einiges schief­gelaufen sei.  Ganz klar, ein Höhentrai­ningslager muss es geben.  Aber eins für die gesamte Mannschaft.  Wir müssen wieder ein Team werden.  Alle die in der Höhe waren, sind jetzt gut drauf. Nach wie vor ist auch das DSV-Haupt­quartier in der griechischen Hauptstadt Stein des Anstoßes.  Dort ist Schmalhans Küchenmeister.  Es gibt wenig Getränke, keine Kühlschränke.  Und dann der Dauer krach durch hupende Autos.  "Seit acht Tagen ernähren wir uns nur von Wasser und trockenen Kuchen", fluchte Dirk Richter.  „Die Schweizer Mannschaft hatte auch in diesem Hotel gebucht. Doch die hat es nur eine Nacht ausgehal­ten.“ Richter räumte ein, dass er bei sei­nem sechsten EM-Start nicht so leicht aus dem Gleichgewicht zu werfen sei. Aber die jüngeren haben mit diesen unnötigen Problemen doch stark zu kämpfen. Trotz Organisationspannen holte Dirk Richter auch bei der 91er EM wieder  3 Silbermedaillen.

 

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Richter-Entscheid  
Quelle Junge Welt / von Ulrich Jansch  18.11.1983


Ein Richter-Entscheid besonderer Art sorgte beim Kurzbahn-Europacup der Schwimmer am Wochenende in Göteborg (Schweden) für Gesprächsstoff. Bei der 100 m Rückenkonkurrenz der Männer wurde der Dresdner Rückenweltmeister Dirk Richter wegen eines Fehlstarts disqualifiziert. Es handelte sich dabei nicht um einem normalen Frühstart, bei dem der Schwimmer hinein springt oder zu früh reagiert, sondern nach Ansicht der Schiedsrichter um einen provozierten Fehlstart vor dem Startkommando, um die Konkurrenz nervös zu machen oder Zeit herauszuschinden. Eine entsprechende Regel der Internationalen Schwimmföderation (FINA) überläßt es dem Ermessen des Schiedsrichters, solch ein Fehlverhalten zu konstatieren und auch ohne vorherige Verwarnung den Athleten vom Wettkampf auszuschließen. In Göteborg hatte die Jury vorher festgelegt, daß erst nach einmaliger Verwarnung im Wiederholungsfalle die Disqualifizierung erfolgen soll.

Beide Schiedsrichter dieser Konkurrenz begründeten die Disqualifikation mit einer vorausgegangenen Verwarnung, wobei sie sich über den Zeitpunkt nicht einig waren. Sie sei tags zuvor ausgesprochen worden, meinte der eine, sie stamme aus den Vorläufen desselben Tages, sagte der andere. Dirk Richter selbst ist sich keiner Verwarnung bewußt. Nun ist es eine in hohem Maße subjektive Entscheidung, wenn ein Kampfrichter besagte FINA-Regel auf einen Fehlstart anwendet. Wie soll er mit 100% Gewißheit sagen können, ob ein Schwimmer vorher lospreschen wollte, weil er provozieren wollte, oder weil er die Nerven nicht mehr im Zaume halten konnte? Doch selbst, wenn man voraussetzt, daß der Richter-Entscheid nach besten Wissen und Gewissen gefällt wurde, bleibt er deshalb umstritten, da solch ein Maßstab nicht konsequent während der gesamten Veranstaltung angelegt wurde, denn es gab viele ähnliche Situationen. So verursachte der französische Freistilsprinter Bouteville im 100 m Freistilfinale gleich zwei Fehlstarts, nachdem er im Vorlauf aus gleichem Grund schon verwarnt worden war. Doch er konnte im Rennen bleiben.

Es ist mehr als nur ein Trost, wenn Schwedens 100 m Rücken-Olympiasieger (1980 in Moskau) Bengt Baron als Beobachter am Rander meinte, er könne diese Entscheidung nich begreifen. Und auch der Sieger des 100 m Rücken-Finales, Wladimir Schemetow, erkundigte sich hinterher erst einmal bei Dirk Richter, was eigentlich zu dessen Ausschluß geführt habe. Beim Beleuchten der Fakten dieser eindeutig subjektiven Auslegung gegen den Sportler Dirk Richter bleibt allerdings ein pikanter Zusammenhang nicht verborgen. Die Disqualifikation durch die beiden Schiedsrichter Wildhuber Schweiz) und Wittmann (BRD) zog laut Reglement nach sich, daß die DDR-Mannschaft für diesen Wettbewerb keinen Punkt erhielt und somit nur Dritter hinter der BRD-Auswahl wurde. Bei Sieg oder Platz zwei des Weltmeisters Dirk Richter hätten die Männer den zweiten Platz hinter der UdSSR und vor der BRD belegt.Bei allem Wenn und Aber der Göteborger Entscheidung kann für unsere Schwimmer die Lehre daraus für die Zukunft nur sein, dem Kampfrichter auch nicht den kleinsten Anlaß zu geben, bei einem Fehlstart diesen Passus des Reglements heranziehen zu können. Den es gibt keinen Grund anzunehmen, daß bei den Olympischen Sielen 1984 in Los Angeles die Schiedsrichter in dieser Ermessensfrage großzügiger sind.